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Tanz

Tanz



Wieder stehe ich hier zwischen all den Menschen. Leute die ich seit meiner Kindheit kenne ebenso wie Gesichter die mir unbekannt sind, doch das ändert nichts an dem Gefühl der Verlorenheit in meinem Innern. Die Musik dröhnt mir in den Ohren und obwohl ich direkt neben den Boxen stehe höre ich ihre Klänge nicht. Der Boden vibriert unter dem harten Bass und lässt meine Zähne klappern. Pärchen stehen auf der Tanzfläche, eng umschlungen, tanzen als gäbe es keinen Morgen. Sie sehen sich mit verliebten Blicken an, flüstern sich Worte zu, die nicht für fremde Ohren bestimmt sind. Sie sagen Dinge wie „Ich liebe dich“.

Mich zerreißt es innerlich, doch nach außen zeige ich es nicht, darf es nicht zeigen, will so sein wie alle anderen. Ein Lufthauch an meinem nackten Arm lässt mich herumfahren und mein Herz für einen Moment still stehen, als ich den Menschen sehe, der mir all diese Schmerzen bereitet. Ihr langes, sedig-glattes Haar schmiegt sich um ihren Kopf, ihre Schultern und macht ihr strahlendes Lächeln noch viel unwiderstehlicher. Der Cocktail den sie mir reicht, schmeckt nur halb so süß wie der Anblick ihres Körpers, der, gehüllt in ein schwarzes Abendkleid, zum Takt der Musik hin und her wiegt. Als ich das Glas entgegen nehme berühren sich unsere Hände; die Berührung schickt Schauer des Entzückens über meinen Rücken, lässt die Nackenhärchen sich aufstellen.

Mehr denn je sehne ich mich danach sie in die Arme zu schließen, mit ihr wie all die anderen Pärchen dem Rhythmus der Musik zu verfallen und mich ganz nah an sie zu schmiegen. Fast spüre ich ihren Atem in meinem Nacken, wie sie mir Worte der Liebe und des Verlangens ins Ohr flüstert.

Beschämt senke ich den Blick, hoffe dass sie meine Lust und mein Verlangen nicht bemerkt hat und nehme einen Schluck des bittersüßen Getränks.

Ist es das was man Liebe, Sehnsucht nennt?

Wenn ja, dann nehmt es von mir, lasst mich nicht mehr fühlen, nicht mehr lieben und sehnen! Wenn es so sehr schmerzt will ich es vergessen, mich niederlegen und schlafen für immer.

In Gedanken versunken merke ich kaum, wie ihr Blick über mich wandert, jede einzige Regung meines Gesichts aufzusaugen scheint. Bilde ich es mir nur ein, oder zittert auch sie ein wenig? Sicherlich ist es nur die Kälte. Zwischen all den aufgeheizten Körpern ist die Luft doch recht frisch, bestimmt ist irgendwo ein Fenster geöffnet!

Wieder trinke ich und versuche meine Gedanken zu ordnen. Doch wenn sie so vor mir steht, nur wenige Zentimeter entfernt, ist das garnicht einfach. Immer wieder streift mein Blick über ihre runden Brüste und ihre vollkommenen Hüften, und ich stelle mir vor wie sie wohl aussehen mögen so ganz ohne den seidigen Stoff des Kleides.

Sie seufzt, wippt auf den Füßen vor und zurück und sieht sich aufmerksam um. Mein Herz krampft sich bei diesem Anblick ungewollt zusammen; langweile ich sie? Ich sollte etwas sagen, doch mir fehlen die Worte, wie immer in solchen Momenten. Wenn sie sich nun abwendet, jemanden zum Tanz auffordert... ich bin sicher mein Herz würde in Milllionen winziger Stücke zerspringen.

Als sie ihren Kopf dreht, fällt mir erst auf wie schlank und weich ihr Hals ist, wie zierlich ihr Nacken und ihre Schultern und Arme. Ihr gegenüber komme ich mir vor wie in hässliches Entlein, groß und unbeholfen, da sie mir kaum bis an die Nasenspitze reicht, selbst mit den Absätzen ihrer Schuhe. Fragend sieht sie mich mit ihren mandelförmigen Augen an, lächelt wieder ihr strahlendes Lächeln, das ich so sehr liebe, mir jedoch häufig hinter ihrer Traurigkeit verwehrt bleibt.

Wäre es mir möglich, würde ich sie vor allem unheil auf ewig beschützen. Doch unsere Treffen sind schon selten genug, deshalb will ich sie so sehr genießen wie es geht und jeden Augenblick in Erinnerung behalten als gäbe es keinen weiteren. Würde ich ihr die Wahrheit sagen, würde sie sich von mir abwenden? Oder vielleicht, nur ganz vielleicht erwidert sie meine Gefühle, sie würde mich schließlich wieder anlächeln und ihre vollen Lippen auf die meinen legen zu einem ersten, alles bedeutenden, zärtlichen Kuss. Doch all das sind noch immer Wunschträume, die auf Ewig in meiner Phantasie stattfinden, jedoch niemals ihren Weg in die Realität finden werden.

Mein Blick folgt dem ihren, der sich wieder auf die Masse tanzender Paare geheftet hat. Vielleicht träumen wir beide in diesem Moment von den selben Dingen und wünschen uns gemeinsam in ihre Situation. Vielleicht stellen wir uns beide vor uns gegenseitig Worte der Liebe ins Ohr zu wispern und zu Tanzen als ob es keinen Morgen gibt...


Diese Geschichte ist für, wegen und über meine beste Freundin entstanden. Die Fortsetzung wird noch folgen.

 

26.2.07 20:40
 


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M (12.3.08 20:48)
I thought I wss finished with you
But
the more I admit adoring you
the more vulnerable I am
It's not my intention to hem or to disappoint somebody
My love to you consists of trust
of trust, that I'll always be your favourite toy...

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